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Die Leiden des jungen ABAQUS-Vertiefers

Kapitel I.

"Das Schicksal nimmt seinen Lauf."

1.Tagebucheintrag von Kall-Heinz Kellebrinkel
Datum: 1.5.1999
Ort: WG am Woog [Es ist das Zuhause unseres jungen, von seiner bitteren Zukunft noch nichts ahnenden, Studenten des Fachbereichs Bauingenieurwesen an der TU in Darmstadt]

"Heute habe ich mit meinen Assistenten El Guapo del Don Giovanni in groben Umrissen meine Vertieferarbeit skizziert. "
[Der Assistent ist zum einen gebürtiger Mexikaner, wie unschwer zu erkennen ist, und zum anderen umhüllt durch einen undurchdringlichen Mantel der Lethargie und des Schweigens, was unser nichtsahndender, armer Kall-Heinz aber leider nicht weiß].
"Es gilt eine frei schwebende Baugrube mit dem FEM-Programm ABAQUS zu berechnen. Ich kenne mich mit dem Programm ABAQUS im speziellen und der Finiten-Element-Methode im allgemeinen zwar nicht aus, aber mit genügend großem Einsatz [langt net!], meinem unerschütterlichem Enthusiasmus [ha,ha!] und der Hilfe des netten Assistenten [Oh,je!] werde ich diese Aufgabe schon bewältigen." "Jetzt hat El Guapo aber keine Zeit... . Aber das macht nichts, schließlich hat er mir schon meinen Account an den Hochleistungsrechnern [echt?wo?] eingerichtet und dann kann ich mich ja schon mal ein bisschen umschauen und mein erstes, einfaches Modell anfertigen! [ha!ha!] Wie wird es weiter gehen? Wird er das Modell wirklich, so simpel es auch sein mag, hinkriegen? Lesen sie selbst, wenn es wieder heißt: "Die Leiden des jungen ABAQUS-Vertiefers".

2. Tagebucheintrag von Kall-Heinz Kellebrinkel
Datum: 1.12.1999
Ort: Institut für Geotechnik auf der Lichtwiese an der TU in Darmstadt

"Es ist vollbracht. Heute ist der Tag gekommen an dem ich endlich meine vollendete Vertieferarbeit abgebe. Ich sehe heute das erste Mal seit 4 Wochen (!) meinen Assistenten El Guapo wieder. Ihm drücke ich meine Arbeit in die Hand, die er schweigend unter seinem Mantel der Lethargie verschwinden lässt. Geholfen hat er mir nur kaum und wenn, dann nur sehr widerstrebend. Was soll man zu der Vertieferarbeit sagen? Nun ich habe viel in Sachen FEM gelernt, aber auch, dass es sehr von Vorteil ist, wenn man selbstständig und unabhängig arbeiten kann. Außerdem gilt es auch in schwierigen Situationen den Überblick zu behalten und das beste aus der Situation zu machen. Man sollte sich immer zurecht finden können und mit Flexibiltät, Vehemenz und Dreistigkeit ist da einem schon sehr geholfen. Und was ist das wichtigste, was ich gelernt habe?

Vertraue niemanden außer deinem eigenen Verstand

Denn nur auf sich selbst kann man sich wirklich verlassen. Es bereitet zwar Mühe die Aussagen anderer immer wieder zu hinterfragen und zu verfizieren, aber es lohnt sich so sehr.

 

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